
Schon seit Jahrzehnten war das anorganische Zinnfluorid für seine hervorragenden antibakteriellen und somit plaquehemmenden Eigenschaften bekannt. In wässrigen Zubereitungen ist es jedoch instabil. Die Kombination aus Aminfluorid und Zinnfluorid stellt dagegen eine stabile Verbindung dar. Gleichzeitig ermöglicht sie eine Abgabe der Wirkstoffe in der Mundhöhle, wo sie ihre antibakteriellen Eigenschaften entwickeln können. In dieser Kombination verstärken sich die antibakteriellen Eigenschaften dieser beiden Fluoride synergistisch.
Um aktiv werden zu können, muß das Zinnion schnell aus dem Aminfluorid-"Käfig" freigesetzt werden. Dies geschieht durch Wechselwirkung mit den Calciumionen des Speichels. Die Zinnionen werden auf die Zahnoberflächen freigegeben, wo sie den Plaquemetabolismus unterbrechen und somit ihre antibakteriellen Eigenschaften ausüben.
Wenn der Aminfluorid/Zinnfluorid-Komplex die Mundhöhle erreicht, gewährleistet die Oberflächenaktivität des Aminfluorids die rasche Verteilung und den sofortigen Transport dieses Komplexes an die Zahnoberflächen. |